Über uns

Die DGOP, als Fachgesellschaft für alle Belange rund um das Thema Onkologie im Bereich der Pharmazie, erkannte früh den Stellenwert der Beratung von Patienten mit oraler Krebsmedikation.

Ausgehend von eine Patientenbefragung in onkologischen Praxen und Apotheken 2008, mit dem Fazit, dass eine pharmazeutische Betreuung in hohem Maße von den Krebspatienten in allen Apotheken erwartet wird, gründete sie 2010 die Oralia-Initiative DGOP und begann mit der Entwicklung der Oralia-Datenbank.

Ziel war und ist es, allen 20.000 deutschen Apotheken die Beratung zu oralen Krebsmedikamenten, im Interesse aller onkologischer Patienten & deren Angehörigen, auf einfache Weise zu ermöglichen.

  1. die oralen Krebstherapie durch die pharmazeutische Betreuung onkologischer Patienten vor Ort optimiert wird
  2. arzneimittelbezogene Probleme in Zusammenhang mit der oralen Krebstherapie erkannt und gelöst werden
  3. die Lebensqualität onkologischer Patienten durch ein abgestimmtes Neben- und Wechselwirkungsmanagement während und nach der Therapie mit oralen Krebsmedikamenten verbessert wird
  4. die Krebspatienten durch fachliche, orts- und zeitnahe Zusammenarbeit von Ärzten, Apothekern, Pflegenden und anderen Heilberufen wirtschaftlich und sicher versorgt sind
  5. neue Erkenntnisse als Beitrag zur Versorgungserforschung und zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit gewonnen werden

…denn die Versorgung von Krebspatienten stellt alle Beteiligten im Gesundheitswesen und auch deren Angehörige vor große Herausforderungen

Die Zunahme der Erkrankungsfälle an Krebs ist nicht nur Ausdruck der demografischen Entwicklung in Deutschland.
Durch häufigere Früherkennungsuntersuchungen werden vermehrt Tumorerkrankungen in frühen Stadien diagnostiziert.
Trotz aller Fortschritte der onkologischen Therapie kann nicht immer eine Heilung erreicht werden. In solchen Fällen ist von einer chronischen Krebserkrankung auszugehen, und es wird notwendig, den Patienten über Monate oder Jahre zu begleiten.

Zunehmend kommen orale Darreichungsformen mit neuartigen Nebenwirkungsprofilen zum Einsatz.
Mangelnde Adhärenz, Falschanwendung und Wechselwirkungen können bei unzureichender Aufklärung des Patienten ihn selbst und den Therapieerfolg gefährden. Eine adäquate, qualitätsgesicherte, multiprofessionelle Betreuung des Patienten mit oraler Krebstherapie ist deshalb dringend erforderlich.

Onkologische Patienten benötigen eine orts- und familiennahe Versorgung, die die pharmazeutische Betreuung mit einschließt, denn gerade diese Aspekte sind neben den medizinischen Parametern von großer Bedeutung für ein erfolgreiches multiprofessionelles Therapiemanagement.

Der onkologische Patient holt die verordneten oralen Krebsmedikamente in „seiner“ Apotheke ab, und sollte dort hinsichtlich Einnahme und seiner damit in Zusammenhang stehenden Fragen beraten werden.
Apotheker müssen darum mit der Durchführung und den Nebenwirkungen einer Krebstherapie, sowie mit dem Nebenwirkungsmanagement vertraut sein und sich auf Krebspatienten mit ihren Fragen einstellen.

Sollten arzneimittelbezogene Probleme im Zusammenhang mit der oralen Krebstherapie auftreten, kontaktiert die betreuende Apotheke den verordnenden Arzt zeitnah, insbesondere wenn patientenrelevante Neben- und Wechselwirkungen im Kontext mit freiverkäuflichen Arzneimitteln, Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln erkannt werden.

Auf dieser Basis soll sich ein effektives patientenindividuelles Neben- und Wechselwirkungsmanagement entwickeln. Durch abgestimmte und fachkompetente Beratungsinhalte von Ärzten und Apothekern wird eine sichere orale Krebstherapie gewährleistet und damit ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität onkologischer Patienten realisiert.


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